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Chance für die WISEG verpasst
Die Gesellschafterversammlung der WISEG (Wirtschaftsförderungs- und Stadtentwicklungsgesell-schaft)  bestand bisher aus den neun Mitgliedern des Verwaltungsausschusses. Dazu gehörte in den letzten Legislaturperioden auch der Bramstedter Orstvorsteher Helmut Zurmühlen. Er war Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, was an sich nur zur Leitung der Versammlungen berechtigt hätte. Gern aquirierte er aber selbst Flächen für die WISEG, was an sich Aufgabe des GmbH-Geschäftsführers gewesen wäre.

In seiner etwas einseitigen Bearbeitung der Ortschaft Bramstedt und der Behauptung, nur diese sei entwicklungsfähig, hat er sich selbst zugearbeitet und erfolgreich seine Wahlgeschenke mithilfe der WISEG beschafft. Nicht nur die CDU, auch die SPD waren ihm da behilflich, alle anderen Ortschaften in die Röhre gucken zu lassen. Und wenn der Adel von CDU und SPD (fünf Stimmen) immer brav zum Monarchen hält, dann können die Vertreter der übrigen Stände (vier Stimmen) wenig dagegen tun.

Bei Herrn Zurmühlens außerhalb der WISEG geführten  Immobiliengeschäften  in der Zeit als stv. Bürgermeister und Seniorenbeauftragter des Rates gab es einen Vertrag, der zu einer Klage führte. Vor dem LG Verden wurde dieser Vertrag als sittenwidrig bezeichnet und war zurückabzuwickeln. Im nächsten Rechtszug beim OLG Celle einigten sich die Prozessbeteiligten auf einen Vergleich – der Vertrag musste rückgeführt werden. Wohlgemerkt: ein Vergleich ist kein Freispruch!! Auch ein von ihm angestrebter Wohnflächenkauf in Bramstedt wäre mangels Bebaubarkeit fast zum finanziellen Reinfall der WISEG geworden.

Während er für uns dadurch seine Qualifikation für Grundstücksgeschäfte vollständig verloren hat, spielte das für seine Mitstreiter keine Rolle. Sie standen und stehen treu an seiner Seite und verlangen seine erneute Beteiligung in der WiSEG, auch wenn er nicht mehr Beigeordneter ist.

Dafür wurde eigens eine Änderung des Gesellschaftsvertrages beantragt, nur das Abstimmungs-ergebnis in der Gesellschafterversammlung ergab nicht die erforderliche Dreiviertel-Mehrheit. Die SPD forderte dann die Weisung des Stadtrates an die Gesellschafter. Und da offensichtlich keiner in CDU und SPD die Einladungen zu Sitzungen richtig oder rechtzeitig liest, verpassten sie sämtliche Fristen und beantragten dann auch noch sehr aufgebracht eine Sondersitzung des Rates Und da reicht die einfache Mehrheit für eine Änderung aus. Nun wird also Helmut Zurmühlen zurück in der WISEG erwartet. Schade, damit ist die Chance zur Neuorientierung  für unsere WISEG mit den beiden neuen Geschäftsführerinnen verpasst.

Der Bürger-Block hat immer wieder darauf hingewiesen, dass die WISEG die Stadt und alle Ortschaften zu fördern hat. Und er wird sich weiterhin verweigern, wenn die WISEG gegen unsere ortsansässige Volksbank oder gegen die Energiegenossenschaft unserer eigenen Bürger vollkommen unnötig in Wettbewerb tritt. Es wird weiter kritisiert, wenn etwas nicht im Sinne der Bürger entschieden wird, und es wird auch weiter auf die Einhaltung von Bestimmungen geachtet, damit Beschlüsse justiziabel sind, egal ob man uns Korinthenkackerei vorwirft oder pomadige Verweigerungshaltung unterstellt. Verletzungsversuche mancher Mitmenschen sind Auszeichnungen!
Wie jedes Jahr hat der Bürger-Block wieder eine Fahrradtour im Rahmen der Ferienfreizeit durchgeführt. Die ca. 30 Kinder und die Helfer hatten sehr viel Spaß. Es ging zum Spielplatz in die Westermark, wo Spiele gespielt wurden. Außerdem gab es für das leibliche Wohl Leckeres vom Grill und frische Erdbeeren.
Der Bürger-Block freut sich schon auf das nächste Jahr.

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Im Juni wurden die vom Bürger-Block gestifteten Bänke von Grund auf renoviert. Es galt, die Bänke an der Feuerwehr Eschenhausen, an der Stiftseiche am Curata Seniorenzentrum und an der Freudenburg wieder in einen guten, benutzbaren Zustand herzurichten.

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Danke liebe SPD,
ihr nehmt den Bürger-Block ja doch noch richtig ernst. Kaum haben wir eine Pressemitteilung zum Thema Einzelhandelskonzept veröffentlicht, da wurde offensichtlich eine Sondersitzung der SPD-Stadtratsfraktion einberufen und eine eigene Stellungnahme verfasst. Schön auch, dass alle sieben zitierten Ratsmitglieder sofort bereit waren und mit einer Stimme – die des großen Vorsitzenden – zu sprechen.
Schade nur, dass die Fachleute in Sachen Stadtentwicklung nun auch noch Geld von uns bekommen, wenn die SPD schon seit 10 Jahren weiß was gut für Bassum ist. Hatte die SPD-Fraktion sich eigentlich gegen die Beauftragung des kostenpflichtigen Gutachtens gewehrt?
Und wenn das „selber denken“ doch die Lösung ist, gilt das nur für Stadtentwicklung und Einzel-handelskonzepte oder ist das auch eine Empfehlung, sich z. B. über medizinische Ratschläge und Empfehlungen hinwegzusetzen und sich mit eigenen Gedanken selbst zu heilen? Vielleicht hilft ja grundsätzlich immer ein guter Kamillentee und alles wird gut.
Vielleicht irren wir im Bürger-Block ja auch das eine oder andere Mal, wir sind halt Menschen und halten uns nicht für unfehlbar. Was aber ein Sonnenstudio in der Bahnhofstraße – einer Straße für den Durchgangsverkehr mit hohen Bordsteinen  - mit einem zentralen Versorgungsbereich zu tun hat, erschließt sich nicht auf Anhieb. Aber das wird uns sicher noch erklärt.
Noch einmal: Es geht dem Bürger-Block nicht um ein Ausbluten der Bahnhofstraße, erst recht nicht des Nahversorgungszentrums Lindenmarkt, dort angesiedelte Geschäfte sollen selbstverständlich angemessene Erweiterungsmöglichkeiten erhalten.
Es geht um die Steuerung zukünftiger Einzelhandelsstandorte im Stadtgebiet, hier sehen wir Handlungsbedarf, um einer weiteren Schwächung des Bereichs rund um das Rathaus, den Banken und dem Bereich Sulinger Str. vorzubeugen.
Nur so können wir die Grundlage für ein erfolgreiches Engagement der Grundstückseigentümer schaffen, einige stehen schon in den Startlöchern. Und vielleicht können wir dann irgendwann den Bürgern wieder eine attraktive Einkaufsstraße mit Aufenthaltscharakter anbieten. Dort in Lange Str. – Bremer Str. – Sulinger Str. haben wir bisher - auch mit SPD-Stimmen - unser städtisches Geld verbuddelt.
Den Liter Milch kaufen die meisten Kunden sowieso beim Discounter zum Spottpreis, aber das ist ein anderes Thema.

gez. Jürgen Laschinski
Vorsitzender Bürger-Block e.V.
Dazu ein Artikel aus dem Weser-Kurier von Christoph Starke:

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